Urania

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Datei:Datei:Urania.jpg
Die Urania (1956), von der Radetzkybrücke aus gesehen
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1898
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Griechische Muse der Astronomie
Einlagezahl
Architekt Ludwig Baumann, Max Fabiani, Dimitris Manikas, Otto Schottenberger, Adolf Kautzki
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Letzte Änderung am 2.06.2017 durch Admin

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Bildname Datei:Urania.jpg
Bildunterschrift  Die Urania (1956), von der Radetzkybrücke aus gesehen
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 56363/1
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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„Innere Stadt“ befindet sich nicht in der Liste (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Bezirk“.„Innere Stadt“ befindet sich nicht in der Liste (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Bezirk“. Urania (1, Uraniastraße 1; Urania ist die griechische Muse der Astronomie) Volksbildungshaus. Der Wiener Doktor Wilhelm Mayer regte zuerst die Gründung eines wissenschaftlichen Theaters an, das er „Urania" nannte. Er drang mit seiner Idee in Wien nicht durch, wohl aber in Berlin, wo am 3. März 1888 die „Urania" unter seiner Leitung entstand. Dr. Ludwig Karell griff 1895 den Plan neuerlich auf, konnte ihn aber erst nach zwei Jahren allmählich), realisieren (Eröffnung am 16. April 1897).

Das erste Uraniagebäude errichtete Ludwig Baumann in der Jubiläumsausstellung 1898 im Prater. 1899 mußte sich die Urania mit einem bescheidenen Hofraum in der Wollzeile begnügen, wo sie sich auf Lichtbildervorträge beschränkte. Das heutige Volksbildungshaus „Wiener Urania" wurde nach Plänen des Otto-Wagner-Schülers Max Fabiani erbaut (Grundsteinlegung am 4. Mai 1909) und am 6. Juni 1910 mittags durch den Wiener Schubertbund und abends durch ein Festkonzert im Großen Saal eröffnet. Es dient vor allem der Abhaltung populärwissenschaftlicher Vorträge. Im dritten Stockwerk befand sich bis 1938 die elektrische Zentraluhranlage mit automatischer telefonischer Abgabe des Zeitzeichens an alle Wiener Telefonabonnenten.

Die Urania, die 1927 umgebaut und 1935 durch den Zubau der (den architektonischen Gesamteindruck verändernden) Eingangshalle mit den Kassen erweitert wurde, verfügt auch über einen Kinosaal.

Die Urania erlitt 1945 während der Kämpfe am Donaukanal schwere Schäden, die 1955-1957 behoben wurden. 1983/1984 wurde die Fassade renoviert. Nachdem 1994 eine Generalsanierung beschlossen und zunächst 1997 das Planetarium mit einem Kostenaufwand von etwa 65 Millionen Schilling neu adaptiert worden war, wurde 2000-2003 das der Gemeinde Wien gehörende Gebäude der Urania nach Plänen von Architekt Univ.-Prof. DI Dimitris Manikas (Wien) unter denkmalpflegerischer Rücksichtnahme auf den Jugendstilbau Fabianis umgestaltet (Kostenaufwand etwa 180 Millionen Schilling). Nach der offiziellen Eröffnung am 29. September 2003 wurde am 30. September der Vollbetrieb aufgenommen.

Das neue Nutzungskonzept geht von einer auf die Funktionsbereiche Mehrzwecksaal, Kino, Vortrags- und Hörsäle, Bibliothek, Büros, Werkstätte und Cafeteria verteilten Besucherzahl von etwa 1.500 Personen aus. Grundsätzlich ging man davon aus, wegen des Raumbedarfs sämtliche späteren Zubauten zu erhalten, diese aber architektonisch neu zu interpretieren und folgende Schwerpunkte zu setzen: Erhaltung, Rekonstruktion und Freilegung des Hauptgebäudes (Fabiani, 1909), Erhaltung des Vorbaus (Otto Schottenberger und Adolf Kautzki, 1935) in seinem Grundriss bei gleichzeitiger Adaptierung der tragenden Konstruktion und Neuinterpretierung der äußeren Form durch eine Leichtbaukonstruktion aus Stahl und Glas, Neuerrichtung des kleinen nordseitig auskragenden Zubaus (nach dem Entwurf Fabianis von 1911) im Sinne der ursprünglich projektierten Funktion eines verglasten Cafes mit Ausblick auf den Donaukanal, Ausbau des Dachgeschosses ohne Überschreitung der Dachfirsthöhe für einen teilbaren Mehrzweckraum.

Sternwarte

In der Laterne und im Kuppelraum des Sternwarteturms wurden Kometensucher und ein Zeiss'scher Achtzöller zur Himmelsbeobachtung und terrestrischer Fernsicht eingebaut. Die Haube hatte einen unteren Durchmesser von 6,3 m und eine 1,2 m breite verschließbare Spaltöffnung; mittels eines Rollenkranzes war sie drehbar.

Zu den Leitern der Sternwarte gehörten:

Während des zweiten Weltkriegs wurde die Sternwarte zerstört, konnte jedoch nach modernsten Erfordernissen wieder aufgebaut und am 20. März 1957 eröffnet werden.

Uraniastraße.

Literatur

  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 11, Wiesbaden: Steiner 1981, S. 201 ff.
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 189
  • 25 Jahre Uraniagebäude 1910-1935. 1935
  • Volksbildung im demokratischen Wien. 50 Jahre Wiener Urania 1897-1947. 1947
  • 60 Jahre am Aspemplatz. In: Wr. U. Mitt. 1 (1970), S. 1 ff.
  • Wiener Blatt 9 (1994), S. 5
  • Die Leopoldstadt. Ein Heimatbuch. Wien: Lehrer-Arbeitsgemeinschaft 1937, S. 356
  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer. Band 3/1: Wien. 1.-12. Bezirk. Salzburg: Residenz-Verlag 1990, S. 34 f.
  • Wilhelm Petrasch [Hg.]: 100 Jahre Wiener Urania. Festschrift ohne Jahr. [Wien 1997]