Ulrichskirche

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Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1211
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Sankt Ulrich
Einlagezahl
Architekt Baumeister Joseph Reymund
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Letzte Änderung am 2.06.2017 durch Admin

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„Neubau“ befindet sich nicht in der Liste (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Bezirk“.„Neubau“ befindet sich nicht in der Liste (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Bezirk“. Ulrichskirche (7, Sankt-Ulrichs-Platz; Pfarrkirche „Zum heiligen Ulrich" und „Maria Trost"). Am ehemaligen rechten Steilufer des Ottakringer Bachs (Neustiftgasse) erbaute der Wiener Bürger Dietrich im Dorf Zeismannsbrunn 1211 eine durch Bischof Mangold von Passau zu Ehren des heiligen Ulrich geweihte kleine Kirche. An ihrer Stelle ließ 1408 Schottenabt Thomas II. ein Gotteshaus errichten, das 1474 durch einen Sturm beschädigt, 1529 zerstört und 1574 abgetragen, jedoch 1589/1590 (eintürmig) wiederaufgebaut wurde. Ab 1651 wurden Chor und Turm, 1670-1672 das Langhaus erneuert. 1683 neuerlich zerstört (die Kirche war türkisches Munitionsdepot, der Turm ein Beobachtungspunkt Kara Mustafas), wurde die Kirche 1694 wiederhergestellt. Die fromme Bruderschaft „Zu Maria Trost" erwarb sich um die Erhaltung der Kirche (die zwar dem heiligen Ulrich geweiht war, jedoch, nachdem der Steirer Franz von Conduzi dem Gotteshaus eine Kopie des berühmten Grazer Gnadenbilds „Maria Trost" geschenkt halte [über dem Tabernakel], im Volksmund nach diesem benannt wurde) besondere Verdienste. Am 21. April 1721 ließ Schottenabt Karl Fetzer den Grundstein zum heutigen zweitürmigen Bau legen, der durch Baumeister Joseph Reymund bis 1724 vollendet wurde (Türme 1752-1771). 1834 wurde die Ulrichskirche unter Abt Sigmund Schultes renoviert. Die jüngste Außenrestaurierung wurde 1995 abgeschlossen.

Inneres

Einschiffig, dreijochig, platzlgewölbter Saalbau mit Rachnischen zwischen halb eingezogenen Strebepfeilern. Das Hochaltarbild „Vision des heiligen Ulrich in der Schlacht auf dem Lechfeld" schuf Paul Troger (bezeichnet 1750), den Judas-Thaddäus-Altar Franz Anton Maulbertsch (um 1750); die Seitenaltäre sind gleichartige einfache Retabelaltäre. An der künstlerischen Ausstattung der Ulrichskirche waren Josef Ignaz Mildorfer („Abschied des Apostels Petrus von Paulus", vor 1756) und Franz Seegen (heiliger Ulrich; weiß gefaßte Figuren an Altären) beteiligt. Der Innenraum wurde 1975-1983 restauriert; barocke Altarbilder, die zu einem früheren Zeitpunkt aus der Ulrichskirche entfernt worden waren, wurden rückgeführt.

Vor der Kirche

Vor der Kirche steht eine Dreifaltigkeitssäule (7); am Ende der hohen zum Portal der Urichskirche führenden Freitreppe stehen (auf in das Steingeländer eingebundenen Steinsockeln) vier Heiligenstatuen (von links nach reechts: Benedikt von Nursia, Ulrich [als Bischof im Ornat], Aloisius von Gonzaga, Johannes Nepomuk) von Franz Seegen, über dem Haupttor ebenfalls der Heilige Ulrich. Daß sich rund um die Ulrichskirche ein Friedhof. befunden hat, ist unwahrscheinlich (der älteste Friedhof der Vorstadt wurde 1590 anläßlich der Pfarrerhebung auf dem Areal Siebensterngasse 33-37, Zollergasse 24-26 [Kapelle], Mondscheingasse 2-12 angelegt und 1784 aufgelassen).

Literatur

  • Ursprung des Gnadenbildes Maria Trost bey St. Ulrich nebst Gebethern und Lobgesang. 1799
  • Maximilian Aschinger: Geschichte der Pfarre St. Ulrich (Maria Trost) in Wien-Neubau. 1920
  • Wolfgang J. Bandion: Steinerne Zeugen des Glaubens. Die Heiligen Stätten der Stadt Wien. Wien: Herold 1989, S. 160 f.
  • Alfred Missong: Heiliges Wien. Ein Führer durch Wiens Kirchen und Kapellen. Wien: Wiener Dom-Verlag ³1970, S. 152 f.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs) 2-9, S. 284 ff.
  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976 , S. 171
  • Arthur Sauger: Rückführung barocker Altarbilder nach Sankt Ulrich in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege. Hg. vom Österreichischen Bundesdenkmalamt. Horn/Wien: Berger / Wien/München: Schroll 1985, 139, S. 123 ff.
  • Elfriede Faber: Neubau. Geschichte des 7. Wiener Gemeindebezirkes und seiner alten Orte. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1995 (Wiener Heimatkunde, 7), S. 62 ff.
  • Wolfgang Mayer: VII. Neubau. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 7), S. 47 f.
  • Hans Rotter: Neubau. Ein Heimatbuch des 7. Wiener Gemeindebezirkes. Wien[u.a.]: Jugend & Volk 1925, S. 131 ff.
  • Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Band 1: Wien. Wien: Hollinek 1955, S. 67 ff.
  • Gabriele Praschl-Bichler: Wien speziell. Architektur des Barock. Wo finde ich Schlösser, Palais, Öffentliche Profanbauten, Kirchen, Klöster, Bürgerhäuser, Denkmäler, Brunnen, Museen, Sammlungen in Wien. Wien: Christian Brandstätter Verlag 1990 , S. 113 f.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956 , S. 246 ff.