Michael Haberlandt

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Personenname Haberlandt, Michael
Abweichende Namensform
Titel Dr.phil., ao.Prof.
Geschlecht männlich
GND
Wikidata
Geburtsdatum 29. September 1860
Geburtsort Ungarisch-Altenburg
Sterbedatum 14. Juni 1940
Sterbeort Wien
Beruf Indologe, Volkskundler, Völkerkundler, Ethnologe
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auch
Ressource Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Recherche
Letzte Änderung am 13.06.2014 durch Admin
Bestattungsdatum
Friedhof
Grabstelle Zentralfriedhof (Ehrengrab 2011 aberkannt)
Ehrengrab
  • 19., Gymnasiumstraße 56 (Sterbeadresse)
  • Direktor des Volkskundemuseums (1911, bis: 1923)
  • Bürger der Stadt Wien (Verleihung: 1930)


Michael Haberlandt, * 29. September 1860 Ungarisch-Altenburg (Mosonmagyaróvár, Ungarn), † 14. Juni 1940 Wien 19, Gymnasiumstraße 56 (Zentralfriedhof), Indologe, Volks- und Völkerkundler, Sohn des Agrarwissenschaftlers Friedrich Haberlandt. Wurde nach Studium der Indologie an der Universität Wien (Dr. phil. 1882) Kustos an der Anthropologisch-ethnographischen Abteilung des Naturhistorischen Museums und habilitierte sich 1892 für Völkerkunde (tit. ao. Prof. 1910). Mitbegründer des „Vereins für Österreichische Volkskunde" (1894) und der „Zeitschrift für Österreichische Volkskunde" (1895), die er 40 Jahre redigierte. 1895 begründete er das Österreichische Museum für Volkskunde (Volkskundemuseum), dessen Bestände jedoch erst 1917 im Schönbornpalais (8) definitiv aufgestellt werden konnten (1911-1923 Direktor des Museums; Nachfolger [1924-1945] wurde sein Sohn Arthur Haberlandt). Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften. In seiner wissenschaftlichen Arbeit wandte er sich zunächst der Indologie zu, war dann jedoch maßgeblich an der Ausgestaltung der Österreichischen und vergleichenden Volkskunde beteiligt. Zu seinen Veröffentlichungen gehören: Österreichische Volkskunst (2 Bände, 1910-1914), Werke der Volkskunst (3 Bände, 1912-1917) und Taschenwörterbuch der Volkskunde Österreichs (2 Bände, 1953-1959), weiters Werke über die Volkskunst Europas. Als Musikliebhaber und infolge seiner Freundschaft mit Hugo Wolf gehörte er zu den Begründern des Hugo-Wolf-Vereins (1897-1905), durch den Wolfs künstlerischer Durchbruch gesichert wurde. Bürger der Stadt Wien (3. Oktober 1930). Haberlandtgasse


Literatur

  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815 – 1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954 - lfd. (auch Friedrich Haberlandt)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften: Almanach. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1851 - lfd., Band 91, 1941, S. 322 ff.
  • JHanns Jäger-Sunstenau: Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien. Wien: Deuticke 1992 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 23), S. 84
  • Grete Mecenseffy: Evangelische Lehrer an der Universität Wien. Graz/Wien: Böhlau 1967, S. 213 ff.
  • Zeitschrift für Volkskunde, 45/1940, Gedenkheft
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 27
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 27.9. 1960, 12.6. 1965