Ludwig Sackmauer

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Personenname Sackmauer, Ludwig
Abweichende Namensform
Titel Prof.
Geschlecht männlich
GND
Wikidata
Geburtsdatum 9. September 1913
Geburtsort Wien
Sterbedatum 30. November 1992
Sterbeort Wien
Beruf Elektriker, Kommunalpolitiker, Volksbildner, Heimatforscher
Parteizugehörigkeit Sozialdemokratische Partei Österreichs
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auch
Ressource Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Recherche
Letzte Änderung am 13.06.2014 durch Admin
Bestattungsdatum 16. Dezember 1992
Friedhof
Grabstelle Ottakringer Friedhof, Gruppe 4A, Reihe 15, Nr. 1
Ehrengrab
  • 8., Albertgasse 13-15 (Wohnadresse)
  • 7., Schottenfeldgasse 25-27 (Sterbeadresse)

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst!

  • Leiter des Bezirksmuseums Josefstadt (1953, bis: 1992)
  • Präsident der Gesellschaft der Kunstfreunde (1970, bis: 1984)
  • Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats (24 September 1965, bis: 18 Juni 1976)
  • Präsident des Österreichischen Volksliedwerkes (26 Mai 1972)
  • Vorsitzender des Wiener Volksliedwerkes
  • Präsident der ARGE Wiener Bezirksmuseen (1970)
  • Preis der Stadt Wien für Volksbildung (Verleihung: 1980)
  • Wiener Ehrenmedaille in Gold (Verleihung: 1 März 1991, Übernahme: 10 Mai 1991)

Ludwig Sackmauer, * 9. September 1913 Wien, † 30. November 1992 Wien 7, Schottenfeldgasse 25-27 (Urnenbestattung Ottakringer Friedhof), sozialdemokratischer Kommunalpolitiker, Volksbildner, Gattin Lea. Erlernte das Elektrikerhandwerk, wurde Angestellter der Wiener Gebietskrankenkasse und begann sich bereits in jungen Jahren politisch zu betätigen. Ab 1945 wirkte Sackmauer in der Volksbildung, wobei sein besonderes Interesse den Heimatmuseen galt. 1965-1976 war Sackmauer Gemeinderat und Landtagsabgeordneter (Mitglied des Gemeinderatsausschusses für Kultur); er widmete sich besonders kulturellen Angelegenheiten (insbesonders Volksbildung, Erwachsenenbildung, Bezirksmuseen, Altstadterhaltung).

Sackmauer war Leiter (1954-1992) des Bezirksmuseums von Josefstadt (8, Schlesingerplatz 4 [Amtshaus], ab 1962 8, Zeltgasse 7, heute 8, Schmidgasse 18; auch Herausgeber dessen wissenschaftlicher Publikationen), außerdem Mitglied des Zentralvorstands des Verbands Wiener Volksbildung (1965-1969), Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen (1970-1990), Präsident der Kommission "Österreichisches Volksliedwerk" (1972-1974; vorher Vizepräsident), Präsident der "Gesellschaft der Kunstfreunde - Kleine Galerie" (1972-1984) und Vorstandsmitglied des Vereins für Geschichte der Stadt Wien (1971-1992). Er gehörte zu den Mitstreitern für die Revitalisierung des Spittelbergs und rettete die 1963 im Haus 8, Lange Gasse 34 aufgelassene alte Bäckerei vor dem Abbruch (Eröffnung der Alten Backstube [Museum und Cafe; Zweigstelle des Bezirksmuseums] 1965). Erst nachdem er den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft zurückgelegt hatte (1990), verwirklichte er (weil er es vermieden hatte, als Präsident der Arbeitsgemeinschaft für das von ihm selbst geleitete Museum Förderungsgelder zu verwenden) die Unterbringung des Bezirksmuseums Josefstadt, das im März 1992 in 8, Schmidgasse 18, in renovierten Räumlichkeiten eröffnet werden konnte. Mit Günter Düriegl war er Herausgeber und Bearbeiter der Neuauflage des Praterbuchs von Pemmer-Lackner (1974), mit Hubert Kaut veröffentlichte er "Alte Backstube" (1967) und mit Oskar Jan Tauschinski "Zwischen Wienfluß und Alserbach. Mariahilf-Neubau-Josefstadt" (1968); außerdem gab er die "Altlengbacher Chronik" heraus (zwei Bände, 1981, 1984; er besaß dort einen Garten). Wohnte 8, Albertgasse 13-15.

Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien (1975), Großes Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich (1976), Preis der Stadt Wien für Volksbildung (1980), Ehrenzeichen des Verbands österreichischer Volksbildung (1988); ao. Mitglied des Künstlerhauses (1972); Prof. (1970). Ludwig-Sackmauer-Preis für Kunstvermittlung und Denkmalpflege (gestiftet 1995); Ludwig-Sackmauer-Platz.

Literatur

  • Andrea Hauer: Handbuch der Wiener Bezirksmuseen. Wien: Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen 1995, S. 73 ff.
  • Wiener Kunsthefte 1 (1995)
  • Wiener Geschichtsblätter. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1946 - lfd. Band 31, 1976, S. 44, S. 220; Band 47, 1992, S. 254
  • Unser schönes Floridsdorf. Blätter des Floridsdorfer Heimatmuseums 11 (1983), S. 42
  • Bezirksjournal Josefstadt 2 (1993), S. 38
  • Amtsblatt, 30.09.1993
  • Rathaus-Korrespondenz, 17.11.1970; 01.12.1992; 08.09.1993; 21.03.1995