Karl Höger

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Karl Höger
Personenname Höger, Karl
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Wikidata
Geburtsdatum 3. Oktober 1847
Geburtsort Wien
Sterbedatum 17. Oktober 1913
Sterbeort Wien
Beruf Buchdrucker, Gewerkschafter
Parteizugehörigkeit Sozialdemokratische Arbeiterpartei
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auch
Ressource Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Recherche
Letzte Änderung am 20.08.2021 durch Admin
Bestattungsdatum
Friedhof
Grabstelle Zentralfriedhof
Ehrengrab

„Wienbibliothek im Rathaus“ befindet sich nicht in der Liste (CC0, Public Domain, CC-by-nc-nd/4.0, CC-by/4.0) zulässiger Werte für das Attribut „Bildrechte“.

Bildname Karlhöger.jpg
Bildunterschrift  Karl Höger
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv, Fotosammlung, TF-004313
Bildrechte Wienbibliothek im Rathaus
  • 7., Kenyongasse 22 (Sterbeadresse)

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Karl Höger, * 3. Oktober 1847 Wien, † 17. Oktober 1913 Wien 7, Kenyongasse 22 (Zentralfriedhof), Buchdrucker, Gewerkschafter. Mit zwölf Jahren kam Höger als Lehrling in eine Wiener Druckerei, wurde Setzer, Metteur, Korrektor und Revisor und blieb bis 1905 bei derselben Firma. Ab 1867 beteiligte er sich an allen Aktionen der organisierten Arbeiterschaft und stellte sich voll und ganz in den Dienst der Arbeiterbewegung. Als Funktionär des niederösterreichischen Buchdruckervereins (ab 1873) setzte er sich bei der Gewerbeenquete 1883 mit allem Nachdruck für das Verbot der Kinderarbeit, die Beschränkung der Jugendarbeit, das Verbot der Sonntagsarbeit sowie die Sechzigstundenwoche ein. Auf dem zweiten Parteitag der Sozialdemokratische Arbeiterpartei hielt er ein Referat über Gewerkschaftsfragen. 1893 wurde er Präsident des ersten Gewerkschaftskongresses in Wien. Er bemühte sich um einen Zusammenschluß sämtlicher Landesvereine der Buchdrucker zu einem einheitlichen Verband und wurde nach dessen Zustandekommen (1894) erster Obmann. Höger erreichte eine Erhöhung des Wochenlohns, die Verkürzung der Arbeitszeit mit gleichzeitiger Verbesserung der Lebenshaltung, eine bessere Ausbildung für Lehrlinge sowie eine humanere Behandlung der Arbeiter. Er zählte zu den Gründern des Sängerbunds „Freie Typographia", für den er den Komponisten des „Lieds der Arbeit", Josef Scheu, als Chormeister gewinnen konnte. Darüber hinaus setzte Höger sich besonders für die Arbeiterbildung ein. Karl-Höger-Hof.


Literatur

  • Jean Maitron / Georges Haupt [Hg.]: Dictionnaire biographique du mouvement ouvrier international. Band 1: Autriche. Paris: Éditions Ouvrières 1971
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815 – 1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: * *Böhlau 1957
  • Norbert Leser [Hg.]: Werk und Widerhall. Große Gestalten des österreichischen Sozialismus. Wien: Verlag der Wiener Volksbuchhandlung 1964, S. 196 ff.
  • Karl Stift/Anton Wieser: Karl Höger. Denkschrift zum 28.September 1913. Wien: Verlag des Niederösterreichischen Buchdrucker- und Schriftgießervereins 1913
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 140
  • 1847-1947. Karl Höger. Dem mutigen Baumeister d. Organisation d. Graph. Arbeiter in Dankbarkeit gewidmet. Wien: Gewerkschaft der Arbeiter des Graphischen und Papierverarbeitenden Gewerbes 1947
  • Carl Höger: Aus eigener Kraft! Die Geschichte eines österreichischen Arbeitervereines seit 50 Jahren. Wien: Miess 1892
  • Rathaus-Korrespondenz, 2.10.1972
  • 100 Jahre Gewerkschaftsbewegung in Österreich [1893-1993]. Ausstellung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Hrsg. Wolfgang Maderthaner. Wien: Österreichischer Gewerkschaftsbund 1993, S. 16 f.